ELF Verlag

Historische Reiseberichte

Orginalberichte aus fünf Jahrhunderten.

An die heutige Rechtschreibung angepasst.

Mit zahlreichen Fußnoten und einem Anhang zum historischen Hintergrund.

Bisher erschienen:

 ....bald mehr!

Georg Schwarz:
Ost Indische Reise

 

"Um 9 Uhr schickte der Herr General zu uns in das Handwerkerquartier den Befehl, dass wir alle ausrücken und alle Chinesen in der Stadt kaputt machen sollten. Dies war nun Wasser auf unsere Mühlen und um eine gute Beute davon zu tragen wollte ein jeder der Erste sein. Dann ging das Metzeln los. Die Zimmerleute mit ihren Äxten schlugen Türen und (Fenster)Läden ein und die mit Gewehr mussten in die Häuser gehen und die Chinesen massakrieren. Ich selbst musste auch mit machen. Und weil ich wusste, dass mein Nachbar ein fettes Schwein hatte, so wollte ich solches mitlaufen lassen und in mein Haus bringen. Als nun der Meister Zimmermann das sah, schlug er mich, und sagte, ich sollte zuerst die Chinesen tot schlagen, dann erst rauben; ich nahm in Ermanglung eines Gewehrs flugs einen Reisstampfer, ein langen Stück Holz eines Arms dick, und schlug damit meinen Nachbar, mit welchem vorher öfter gegessen und getrunken hatte, tot." 


1731 fährt der fünfundzwanzigjährige Küfergeselle (Fassmacher) Georg Bernhardt Schwarz auf einem riesigen Holzfloß nach Holland. Er lässt sich von einem Seelenverkäufer gegen eine große Schuldverschreibung auf seinen zukünftigen Lohn bei der Vereinigten Ostindien Gesellschaft verdingen, der damals weltweit größten Handelsorganisation und segelt als Soldat nach Batavia, dem heutigen Jakarta. 

Lorenz Schröter:
Die Straße hört nie auf

Mit 27 habe ich mir meinem Kindheitstraum erfüllt und bin um die Welt geradelt. Das ist lange her, sehr lange, eine andere Zeit ohne Internet, Handy und ATMs im Ausland, Briefe wurden postlagernd an das General Post Office der großen Städte geschickt, mit meiner Kreditkarte kaufte ich Traveller Checks im American Express Office der Landeshauptstädte, meine Berichte für das Radio, mit denen ich mein Geld verdiente, besprach ich auf einem Kassettenrekorder und verschickte sie per Post.

Lorenz Schröter flog von der Waldorfschule, Möbelpacker, Spüler, Aktmodell und in Nachtschichten am Fließband. Er war ein kleiner Punkrockstar, trat vor Tausenden auf und wurde mit Bierdosen und 
Kuhaugen beworfen. Radelte um die Welt, zog mit einem Esel 
durch Deutschland, bestieg zwei der Seven Summits,
absolvierte viermal den Berlin Marathon, lebte drei Jahre auf einer Insel im Südchinesischen Meer, schrieb ein Dutzend Bücher, gründete einen Staat auf dem Bodensee und war zwei Monate Mitglied einer satanischen Sekte. 

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